Geschichte

Geschichte


Entstehung der Kirchengemeinde St. Michael

Wir wissen nicht allzu viel über die Anfänge. Manches ist belegt, manches lässt sich aber nur aus diversen Fundstücken und Aufzeichnungen vermuten.
Die Bindung an Ellwangen bestimmte auch das religiöse Leben. Es gibt eine Theorie, nach der Abtsgmünd anfangs Filiale der Urkirche Hüttlingen war und von dort den Namen "St. Michael" übernommen hat.


Diese Urkirchen waren Kirchen alemannischer Hundertschaften mit ausgedehnten Bereichen, die später geteilt wurden. Abtsgmünd war schon 1328 Pfarrei. Eigene Pfarrer sind in Abtsgmünd seit 1357 namentlich nachgewiesen.


Ein paar kurze Worte zur Geschichte Abtsgmünds

Abtsgmünd ist von Ellwangen her gegründet worden. Seinen Namen hat der Ort von der Einmündung der Lein in den Kocher und seiner Zugehörigkeit zum Kloster Ellwangen (Das Gemenden des Abts, in Unterscheidung zu anderen "Gemunden"-Orten). Damit ist Abtsgmünd mit hoher Wahrscheinlichkeit eine ellwangische Gründung nach dem 7. Jahrhundert. Ein genauer Termin ist nicht bekannt.

Das Kloster Ellwangen legte den Ort zur Sicherung seines Waldgebietes nach Südwesten hin an. In einem Güterverzeichnis des Klosters Ellwangen aus dem Jahr 1136 ist Abtsgmünd mit dem Namen "Gemunden" erwähnt. Im 13. Jahrhundert wurde der Name in "Abtzgemunde" geändert um Verwechslungen mit der späteren freien Reichsstadt Gmünd zu vermeiden. Der Name taucht erstmals 1251 in einer Urkunde von König Konrad IV. auf.

Das spätromanische Erdgeschoss des Turms der Pfarrkirche, das um 1200 entstanden ist, zeigt, dass die Ansiedlung schon früher bestanden hat.

Von Abtsgmünd aus wurde die Burg Wöllstein angelegt, um die Herrschaft gegen die Schenken von Limpurg abzusichern. Die Besitzer wechselten öfters, aber die Lehenshoheit der Fürstprobstei Ellwangen blieb bestehen.
Zur Verwaltung wurde ein Vogt eingesetzt, der in Wöllstein saß. Im Jahr 1609 bildeten Heuchlingen, Abtsgmünd und Wöllstein das ellwangische Amt Heuchlingen im Sitz des Amtsmanns in Abtsgmünd.

Durch die Zugehörigkeit zur Fürstprobstei Ellwangen blieb Abtsgmünd in der Reformationszeit katholisch, während das Kochertal von Schwäbisch Hall bis Untergröningen im Jahr 1544 durch den Reformator Johannes Brenz reformiert und evangelisch wurde.

Im 17. Jahrhundert gründeten die Fürstpröbste Eisenwerke. In Abtsgmünd entstand 1611 in der Altschmiede ein Hochofen und später eine Hammerschmiede.
Sie ging im dreißigjährigen Krieg unter, wurde aber 1667 als Hammerschmiede wieder aufgebaut. 1699 wurde das Werk vom Ortsteil "Altschmiede" zur "Neuschmiede" verlegt. Bei der Säkularisation ging es in württembergischen Besitz über und später in den Schwäbischen Hüttenwerken Wasseralfingen auf.